Ein Netbook oder ein verdoppeltes iPad? Toshiba will mit dem Libretto („Büchlein”) zeigen, was mit zwei berührungsempfindlichen Bildschirmen anzufangen ist. Das Libretto ist ein Dualscreen-Tablet mit zwei 7-Zoll-Bildschirmen mit einer Auflösung von jeweils 1024 mal 600 Pixeln.
Beide Bedienoberflächen sind multitouchfähig. Ein 1,2 GHz Intel Pentium 115400-Prozessor positioniert den Rechner im Netbookbereich. Zwei Gigabyte Arbeitsspeicher müssen reichen, um Windows 7 als Betriebssystem genug Ressourcen zu bieten.
Preistreibende Besonderheit ist eine SSD (Solid State Disk), also ein Flashspeicher, mit einer Kapazität von 64 Gigabyte, der eine herkömmliche Festplatte ersetzen soll. Ein echtes Arbeitsgerät ist das Libretto damit nicht. Der USB-Port lässt – anders als beim iPad – den einfachen Anschluss externer Speichermedien zu.
Als Konkurrent von Apples iPad positioniert sich das Tablet mit der virtuellen Tastatur durch den Hochkant-Betrieb. So kann der Rechner wie ein Buch oder eine Zeitschrift gehalten und genutzt werden. Toshiba setzt damit wie die anderen Hersteller von E-Books und Tablets auf baldige papierlose Zeiten.
Eine eingebaute HD-Webcam und Bluetooth setzen multimediale Akzente für Nutzer, die sich in sozialen Netzwerken tummeln. Die Windows-Basis macht die Aufrüstung mit einem USB-Webstick so unkompliziert wie bei normalen Laptops.
Für den Massenmarkt ist das Libretto (noch) nicht gemacht. Im Herbst soll eine limitierte Auflage verkauft werden. Die Preisempfehlung liegt bei 1100 Dollar oder knapp 900 Euro. Damit würde es 100 Euro teurer sein als das 64-GB-iPad mit Webzugang über das 3G-Mobilnetz.
Die funktionalen Vorteile gegenüber dem iPad sind offensichtlich. Für einen Markterfolg wird aber der eher gering einzuschätzende Kultwert von Toshiba wohl nicht reichen.